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Das Projekt

 

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" Internetkompetenz für benachteiligte Jugendliche"

Das Projekt wird für die Laufzeit vom 1.7.2000 bis 30.6.2003, verlängert bis 30.6.2004, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Projektkontext

Jugendliche haben künftig wohl nur noch Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden, wenn sie den PC als Informationsquelle, Arbeitsgerät und Bildungsmedium nutzen können. Zur Zeit verfügen nur wenige benachteiligte Jugendliche über Kenntnisse und Fertigkeiten für den Umgang mit PC und Internet.

Im Rahmen der Berufsausbildung gibt es noch kaum geeignete Lernsoftware und internetbasierte Lernangebote für benachteiligte Jugendliche. Das Angebot von Lernsoftware ist bis auf einige wenige Ausnahmen, die explizit für diese Zielgruppe entwickelt wurden, eingeschränkt. Modellversuche zeigten, wie mit Lernsoftware das Selbstlernen gefördert und der Unterricht verbessert wurde. Erfahrungen im Rahmen der Modellversuchsreihe "Innovationen in der Ausbildungsvorbereitung" zeigen, dass letzteres auch für den Umgang mit Internetdiensten gilt. Diese Modellversuche machen deutlich, dass entsprechende Angebote wesentlich zur Steigerung der Erfolge beim Übergang von Schule in den Beruf beitragen.

In ausbildungsvorbereitenden Maßnahmen müssen den Teilnehmer/innen deshalb verstärkt IuK-Technologien nahegebracht werden, wobei der Schwerpunkt auf dem Umgang mit Internet und Lernsoftware liegen muss.

In der Praxis der beruflichen Bildung benachteiligter Jugendlicher tauchen beim Einsatz von Informations- und Kommunikations-Techniken im wesentlichen folgende 5 Probleme auf:

  • die Qualifikation des Personals für den Einsatz der IuK-Technologien ist unzureichend bzw. nicht vorhanden
  • die technische Ausstattung der Bildungseinrichtungen ist nicht vorhanden oder häufig veraltet
  • die finanziellen Ressourcen zur Wartung der Hard- und Software sind oft zu gering veranschlagt, so dass die Technik nicht im möglichen Umfang genutzt werden kann
  • Konzepte zur Vermittlung der IuK-Technologien für benachteiligte Jugendliche fehlen
  • Vorbehalte (Vorurteile - "das können die doch nicht!") bezüglich des Einsatzes von IuK-Technologie in der Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen sind besonders ausgeprägt.

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Ziele

Das Projekt zielt darauf ab:

1. die Qualität der Bildungsangebote durch die systematische und professionelle Nutzung der Informationstechnologie zu verbessern;

2. Bildungsangebote vorzustellen, die zukunftsweisend sind;

3. den Fachkräften (Lehr- und Betreuungspersonal) in der beruflichen Integrationsförderung Medienkompetenz sowohl inhaltlich als auch technisch zu vermitteln;

4. aktuelle Informationen über neue Entwicklungen in Bund, Ländern und Kommunen zum Thema benachteiligte Jugendliche an einen breiten Interessentenkreis zu verteilen;

5. Trends künftiger Wissensvermittlung aufzuzeigen.

In einem ersten Schritt wurden Fortbildungsmodule für die Themenbereiche Medienpädagogik, Internetnutzung und Nutzung von Lernsoftware in der beruflichen Integrationsförderung sowie Netzwerktechnik entwickelt und erproben. Diese Online-Fortbildungen wurden von Präsenz-Workshops flankiert, d.h. in ihnen wurden traditionelle mit neuen Lernformen verbunden. Die Teilnehmer/innen sollten nach Abschluss der Kurse in ihren Einrichtungen als Multiplikator/innen wirken, d.h. den selbstbestimmten, kritischen und verantwortlichen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien lehren können sowie die Arbeit mit multimedialen Lern- und Arbeitsformen fördern und die Kolleg/innen bei deren Einsatz kompetent beraten.

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Arbeitsschwerpunkte

Im Projektverlauf wurden folgende Schwerpunkte bearbeitet:

Informations- und Kommunikationsplattform im Internet

Mit der Internetplattform "konnetti - Kompetenznetz berufliche Integrationsförderung" wurde eine zentrale Informations- und Kommunikationsplattform für die gesamte berufliche Integrationsförderung eingerichtet, die allen Bildungsträgern zugänglich ist. Als Erweiterung entstand mit der "konnetti online lernzone" eine eigene Lernplattform zur Durchführung der Online-Fortbildungen. (www.konnetti.de)

Entwicklung und Erprobung von Online-Fortbildungen

Der Nutzen der Informationstechnik für die berufliche Integrationsförderung wurde durch die Entwicklung und Erprobung einer internetbasierten Fortbildungskonzeption demonstriert. Hierdurch erhielten die Bildungsträger Unterstützung, um das Internet als Ausbildungsmedium sowohl für die Qualifizierung der Jugendlichen als auch zur Weiterbildung des eigenen Ausbildungspersonals zu nutzen und die notwendige Hard- und Software größtenteils selbst zu warten und zu pflegen (s. Rubrik LERNEN/ONLINE).

Gute Praxis

Beispiele erfolgreicher Medienprojekte aus der beruflichen Integrationsförderung wurden auf drei Fachtagungen und in zwei Veröffentlichungen plus einer CD sowie online auf konnetti vorgestellt (s. Rubrik PRAXIS/BEISPIEL).

Regionale Kooperationsnetzwerke

Regionale Netzwerke wurden exemplarisch in verschiedenen Regionen der Bundesrepublik initiiert und betreut. Aus zwei Netzwerken gingen Projekte hervor, die auch nach dem regulären Ende des Projekts im Juni 2003 die Zusammenarbeit der regionalen Träger weiterführten (s. Rubrik REGIONAL/NETZE).

 

Aktuelle Arbeitsvorhaben

Während der ersten Verlängerungsphase (1.7. - 31.12.2003) stand die wissenschaftliche Auswertung und Sicherung der Projektergebnisse im Mittelpunkt der Projektarbeit.

In der aktuell laufenden zweiten Verlängerungsphase wird u.a. eine Handreichung zur praktischen Durchführung von Medienprojekten im Rahmen von Ausbildungsvorbereitung und Ausbildung entstehen. Diese Handreichung komplettiert die bereits erschienenen Bände "Neue Lernformen in der beruflichen Integrationsförderung" und "Beiträge zu einer neuen Lernkultur. Modelle integrierter Mediennutzung in der Benachteiligtenförderung" (Handreichung + CD) um den Aspekt der Umsetzung in die Praxis.

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Kontakt

Institut für berufliche Bildung,
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik
INBAS GmbH
Herrnstraße 53
63065 Offenbach
Tel.: 069/27224-23
Fax: 069/27224-30
E-mail: info@konnetti.de

Projektleitung:
Nader Djafari,
Michael Kendzia

Projektteam:
Andrea Mader, wiss. Mitarbeiterin/Webdesign (bis 30.6.2004)
Marijke Mussert, Sachbearbeitung (bis 30.6.2003)
Ralf Richter, Projektassistenz (bis 30.6.2003)
Wolfgang Thau, wiss. Mitarbeiter/Medienpädagogik (bis 30.6.2003)
Thomas Uhrig, wiss. Mitarbeiter/Netzwerktechnik (bis 31.12.2003)

copyright INBAS GmbH 2000 - letzte Änderung 10.3.2004

www.konnetti.de ist ein Serviceangebot des Instituts für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) GmbH, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung